Mitmach-Experiment: Die Kartoffelbatterie
Eine Batterie selbst zu bauen ist gar nicht schwer. Auf dem Sommerfest der Junior Uni haben wir's Euch bewiesen: Ihr benötigt ein Strommessgerät, Kopfhörer (z.B. vom MP3-Player), zwei Kabel, rohe Kartoffeln, Äpfel, Zitronen, Orangen oder Tomaten und verschiedene Metallteile wie Nägel, Büroklammer, Schrauben, Münzen, Aluminiumfolie...
Ganz wichtig: Nach dem Versuch könnt Ihr das Obst und Gemüse nicht mehr essen. Es enthält Metall-Ionen!
Steckt nun verschiedene Nägel, Schrauben und Münzen zum Beispiel in eine Kartoffel. Dann verbindet ihr ein Kabel mit einem Metallteil und dem Strommessgerät. Könnt Ihr den Strom“kreis“ entdecken? Nur mit solch einem Stromkreis kann der Strom fließen.
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Was passiert? Mit dem Messgerät könnt Ihr die Stromstärke zwischen den unterschiedlichen Metallteilen und der Kartoffel messen. Die Kombination gleicher Metallsorten ruft aber kein Knacken im Ohrhörer hervor. |
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Wenn ihr mit dem Kopfhörer die Metallteile berührt, könnt Ihr bei der Berührung ein Knacken im Ohrhörer hören. So müsst Ihr das Kopfhörerkabel an die Metallteile halten. Bei einigen Metallkombinationen gibt es sogar ein sehr lautes Knacken. |
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Mit der angezeigten Stromstärke auf dem Messgerät und den Geräuschen im Ohrhörer wisst Ihr nun, dass elektrischer Strom zwischen den jeweiligen Metallen und der Kartoffel fließt. Bei welchen Metallteilen fließt der Strom? Was fällt Dir dabei auf? Leider reicht die Stromstärke zum Betrieb einer Glühbirne oder eines Motors nicht aus. |
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Warum ist das so?
Habt Ihr einen Stromkreis erschaffen, findet eine chemische Reaktion zwischen den unterschiedlichen Metallen (zum Beispiel Zink und Kupfer) und dem Saft der Kartoffel statt. Aufgrund der chemischen Reaktion beginnen die Elektronen durch die Kabel zu fließen. |
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Zink und Kupfer sind unterschiedlich „edel“. Das Kupfer ist „edler“ als das Zink. Das Zink kann nämlich die Elektronen weniger festhalten als das Kupfer. Werden nun zwei unterschiedliche Metalle in die Kartoffel gesteckt, verwandeln sie sich in einen Pluspol und einen Minuspol. Die Elektronen fließen vom Pluspol zum Minuspol oder anders gesagt, vom Zink zum Kupfer. Und dieser Elektronenfluss ist nichts anderes als Strom. |
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Das Ganze funktioniert auch mit Zitronen, Orangen, Tomaten oder Äpfeln. Probiert's aus! |